#zuckerfreieGesichter: Lisa von zucker_und_frei (zuckerfrei award Newcomer)

Vor kurzem habe ich den 1. zuckerfrei award in der Kategorie „Influencer“ gewonnen. Und ich möchte die anderen Gewinner*innen gerne in meiner Interviewreihe #zuckerfreieGesichter vorstellen.

Heute spreche ich mit Lisa von zucker_und_frei. Sie hat den zuckerfrei award als „Newcomer“ gewonnen.

Lisa - Gewinnerin zuckerfrei award newcomer - zuckerfrei_und_frei

Lass uns mal ganz vorne anfangen: was war der Auslöser dafür, dass Du Dich in das Abenteuer „zuckerfrei essen“ gestürzt hast?

Ich habe schon immer viel und gerne gebacken. Da die traditionellen Rezepte jedoch immer einen großen Anteil an Zucker enthalten und das schlechte Gewissen dadurch immer größer wurde, habe ich eine gesündere Alternative gesucht. Weniger backen kam für mich nicht in Frage 😉

Und nach meinem ersten Versuch eines zuckerfreien Rezepts (es waren Bananenwaffeln, da Freunde mit Kleinkind zum Frühstück kamen), wollte ich ein weiteres Rezept ausprobieren und war schnell überrascht, wie gut man Zucker in Backrezepten ersetzen bzw. einfach weglassen kann.

So kam ich dazu, mich mit dem Thema „zuckerfrei“ immer mehr zu beschäftigen.

Wie bist Du dann vorgegangen, beim Zuckerentzug. Hattest Du ein Buch, das Dir geholfen hat? Ein Programm? Eine Ernährungsberaterin?

Angefangen hat alles beim Backen. Hier hatte ich mir zu Beginn ein „Zuckerfrei Backen“-Buch (von Hannah Frey*) bestellt, um erst einmal Ideen und Inspirationen zu bekommen, wie backen ohne Zucker überhaupt funktioniert.

Nach und nach habe ich nicht nur beim Backen, sondern auch bei allen anderen Lebensmitteln darauf geachtet, zuckerfrei zu essen. Noch heute bin ich immer wieder überrascht, wo überall Zucker drinsteckt, was man jedoch erst merkt, wenn man sich mit dem Thema beschäftigt.

Informieren und inspirieren lasse ich mich aktuell vor allem von Zuckerfrei-Bloggern und Insta-Accounts. Man merkt, dass das Thema immer präsenter wird; das finde ich toll!

Ich finde es auch toll, wie immer mehr Menschen die zuckerfreie Ernährung entdecken und leben. Es wird für uns alle einfacher, wenn wir mehr sind!

Zuckerfrei bedeutet ja für jede etwas anderes. Manche verzichten komplett auf zugesetzten Zucker, andere essen auch mal Datteln, Süßstoffe etc. Wie machst Du das?

Ich verzichte auf industriell hergestellten Zucker. Auch Zuckerersatzstoffe, wie Erythrit und Xylit, nutze ich nicht. Beim Backen greife ich auf Obst (Bananen, Äpfel) oder Datteln zurück. Ab und zu nutze ich in geringen Mengen Agavendicksaft. Diesen versuche ich jedoch auch nach und nach komplett wegzulassen.

Bei Kochrezepten verwende ich viel frisches Gemüse und verzichte auf Fertigprodukte, die häufig Zucker enthalten.

Was hast sich für Dich verändert, seit Du zuckerfrei isst? 

Seitdem ich mich mit dem Thema „zuckerfrei“ beschäftige und es ein fester Bestandteil meiner Ernährung ist, fühle ich mich einfach wohler in meinem Körper. Schnell wurde mir bewusst, was ich meinem Körper bisher durch die Zuckermengen „angetan“ habe. Ich habe das Gefühl agiler und fitter zu sein.

Von Freunden hat man zunächst ein paar argwöhnische Blicke und Fragen erhalten, doch am besten überzeugt man mit zuckerfreien Kuchen, der allen schmeckt. Und ich freue mich immer sehr, wenn Freunde oder Familienmitglieder meine Rezepte nachbacken und ich sie somit inspirieren kann, sich auch bewusster mit ihrer Ernährung auseinander zusetzen.

Ich denke auch, am besten ist es, die Zuckerfreiheit vorzuleben. Da bekommen die anderen schnell Interesse, wenn sie sehen, wie gut es einem tut.

Was machst Du in den Momenten, wenn der große Heißhunger auf Süßes kommt? Hast Du irgendwelche Tricks, Tipps oder Geheimrezepte?

Klar, diese Situationen gibt es. Allerdings ist es tatsächlich so, dass solche Situationen bei mir mit der Zeit immer seltener geworden sind (daher: haltet durch!). Am Anfang war es fast noch Routine, dass man Lust auf was Süßes hat, wenn es mal etwas stressiger auf der Arbeit war. Doch je bewusster man sich gemacht hat, wie schädlich diese Zuckerabhängigkeit ist, desto seltener kamen diese Momente.

Wenn es dann trotzdem zu Heißhunger kommt, greife ich neuerdings auf getrocknete Kokosstücke zurück. Oder noch besser, wenn ich Zuhause bin und etwas Zeit habe, backe ich Bananenwaffeln. Rein mit der Süße einer reifen Banane.

Das ist bei mir auch so: ich habe nur noch sehr selten Heißhunger. Was auch daran liegt, dass ich viel früher merke, wenn ich „echten“ Hunger habe. Und dann habe ich noch Zeit, mir ein richtiges Essen zuzubereiten.

Ich habe für mich gemerkt, dass es mir hilft, wenn ich möglichst viel Gemüse esse. Verrätst du uns Dein liebstes Gemüsegericht?

Bei mir ist es sehr ähnlich. Seitdem ich mich mit dem Thema „zuckerfrei backen“ intensiver beschäftigte, achte ich auch bewusster auf meine Mahlzeiten und esse viel Gemüse. Hier bin ich merklich kreativer geworden: Neben klassischem Ofengemüse, stehen nun auch oft Pak-Choi- Pfannen (mein Favorit!) oder Wirsing-Reis-Bowls auf dem Speiseplan.

Rezept: Lisas Lieblings-Pak-Choi-Pfanne:

  • Möhren in kleine Sticks schneiden und im Wok anbraten
  • Pak-Choi klein schneiden und zu den Möhren geben
  • Reisnudeln für 2 Min. kochen und anschließend in den Wok geben
  • Soja-Soße hinzufügen (Achtung: manche enthalten Zucker!)
  • Beim Servieren Sesam drüberstreuen
  • Genießen

Ich finde es inzwischen relativ einfach, zuhause zuckerfrei zu leben. Aber in Restaurants und Cafés ist es immer noch schwierig. Kennst Du vielleicht ein Café oder Restaurant in Deiner Nähe, wo man zuckerfrei essen kann?

Ich wohne in Düsseldorf und habe neulich von einem Café in Köln gehört (Café Gesund & Süß), welches auch auf Zucker verzichtet. Leider konnte ich es (Corona-bedingt) selbst noch nicht besuchen, allerdings steht es ganz oben auf meiner To-Do-Liste.

Denn eins ist klar: ein Stück Kuchen im „normalen“ Café von nebenan ist bei der zuckerfreien Ernährung (leider) nicht mehr möglich.

Das Schöne ist ja, dass es im Café auch noch andere Sachen gibt. Ich sitze auch sehr gerne in Cafés und genieße es sehr. 

Und meine letzte Frage: was rätst Du denen, die gerade am Anfang stehen? Was ist Dein Ratschlag für all diejenigen, die zuckerfrei werden möchten:

Testet es einfach aus! Befasst euch mit dem Thema und werdet euch bewusst, wie viel Zucker in den meisten herkömmlichen Lebensmitteln steckt und somit ihr im Alltag zu euch nehmt.

„Zuckerfrei“ klingt für viele zunächst immer unmöglich und sehr schwierig, allerdings merkt man schnell, wie einfach und gut man auf Zucker verzichten kann bzw. ihn in gesunde Weise ersetzen kann.

Ja, liebe Lisa, vielen Dank für das schöne Interview! Wie schön, dass Du ein Teil der zuckerfrei-community bist. Und ich bin gespannt, was Du mit zucker_und_noch auf die Beine stellen wirst!

Ich habe auch noch andere Interviews mit den zuckerfrei award Gewinner*innen 2020

Angelika

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