#zuckerfreieGesichter: Tatjaná von „Do it yourself“

Als ich angefangen habe, mich zuckerfrei zu ernähren, da kannte ich niemanden persönlich, die oder der so lebt. In meinem Freundeskreis und meiner Familie war niemand zuckerfrei.

Das ist nun schon ein paar Jahre her. Zum Glück weiß ich inzwischen, dass es noch viel mehr Menschen gibt, die sich zuckerfrei ernähren.

Und deshalb hatte ich eine Idee: ich möchte diese Menschen vorstellen! Und zwar in meiner Interviewreihe #zuckerfreieGesichter. Damit wir die Erfahrungen aus unserem zuckerfreien Leben austauschen. Damit wir wissen, dass wir nicht alleine sind.

Diesmal spreche ich mit Tatjaná Brill. Sie ist auch Bloggerin, ihr Blog heißt Do it yourself.

Tatjaná von do it yourself über ihre zuckerfreie Ernährung

Lass uns mal ganz vorne anfangen: was war der Auslöser dafür, dass Du Dich in das Abenteuer „zuckerfrei essen“ gestürzt hast?

Also es war eher ein schleichender Weg. Ich habe schon in der Schwangerschaft wenig Süßes gegessen. Paar Monate nach der Geburt von meiner Tochter habe ich angefangen mich vegan zu ernähren. Zucker habe ich immer mehr reduziert oder mit Datteln ersetzt. Ich habe angefangen zu experimentieren und habe festgestellt, dass es eigentlich gar nicht so schwer ist, sich „zuckerfrei“ zu ernähren. Und ich wollte, das meine Tochter gesunde süße Köstlichkeiten naschen kann. Das war mir sehr wichtig.

Wie bist Du dann vorgegangen, beim Zuckerentzug. Hattest Du ein Buch, das Dir geholfen hat? Ein Programm? Eine Ernährungsberaterin?

An sich hatte ich am Anfang keinen Plan komplett auf Zucker zu verzichten. Aber dann habe ich bei einer 21 Tage Challenge mitgemacht, wo man komplett auf Zucker verzichten musste. Und danach wollte ich auch keine Süßigkeiten mehr essen. Ich habe einfach selber etwas zuckerfreies gebacken oder hergestellt.

Zuckerfrei bedeutet ja für jede etwas anderes. Manche verzichten komplett auf zugesetzten Zucker, andere essen auch mal Datteln, Süßstoffe etc. Wie machst Du das?

Ich süße am liebsten mit Datteln, Kokosblütenzucker und ab und zu mal mit Erythrit. Ich finde aber auch, dass Bananen, Äpfel und vor allem Rosinen sehr viel Süße geben, sodass ich auch nicht so viel extra süßen brauche.

Was hast sich für Dich verändert, seit Du zuckerfrei isst?

Körperlich hat sich mein Hautbild verbessert. Ich muss sagen, meine Familie freut sich immer wieder auf neue gesunde Köstlichkeiten. Und den einen oder anderen habe ich schon angesteckt. Das freut mich natürlich sehr. Freunde fragen schon, wie ich dies oder jenes gemacht habe und sind interessiert. Sie bringen statt Süßigkeiten auch einfach mal Obst mit. Und manchmal werde ich auch mit zuckerfreien Gebäcken überrascht.

Was machst Du in den Momenten, wenn der große Heißhunger auf Süßes kommt? Hast Du irgendwelche Tricks, Tipps oder Geheimrezepte? 

Mir hilft ganz oft schon fertig geschnittenes Gemüse zum knabbern. Eine Zeit lang habe ich schon während des Kochens mir Gemüse fertig geschnitten und nachmittags verputzt. Ich finde so eine volle Dose mit fertig geschnittenem Gemüse ist schon verlockend. Oder nicht? 😉

Und ich habe ein paar Teesorten, deren Geschmack ich einfach liebe. Sonst kann ich eigentlich immer Bananen oder Trockenfrüchte essen. Ich putze auch schon abends mit meiner Tochter die Zähne, dann wird auf jeden Fall nicht mehr gegessen.

Das ist eine gute Idee mit dem fertig geschnittenen Gemüse. Ich habe auch für mich gemerkt, dass es mir hilft, wenn ich möglichst viel Gemüse esse. Verrätst Du uns Dein liebstes Gemüsegericht?

Ganz schwer mich jetzt zu entscheiden. Was ich wirklich liebe, mein Mann und meine Tochter übrigens auch, sind Cremesuppen. Und am liebsten Kohlrabi-, Zucchini,- oder Kürbiscremesuppe. Und mit ein bisschen Kokosmilch bekommen sie eine besonders leckere Note. Und Ofengemüse aus Zwiebeln, Knoblauch, Möhren und Paprika liebe sehr.

Oja, Ofengemüse liebe ich auch. Und ich habe bei Dir noch herzhafte Muffins entdeckt, die hab ich direkt mal auf mein Gemüse-Board auf Pinterest gesetzt!

Jetzt meine letzte Frage an Dich: was rätst Du denen, die gerade am Anfang stehen? Was ist Dein Ratschlag für all diejenigen, die zuckerfrei werden möchten:

Ich finde es ist schon an sich einen Schritt, wenn man sich zuckerfrei ernähren möchte. Und als nächstes würde ich mich wirklich hinsetzen und mal aufschreiben, warum man das möchte. Und sich da mal Gedanken machen, was das Ziel ist. Wenn man kein warum hat, wird man es auch nicht machen oder durchziehen wollen. Es muss einen schon etwas bewegen. Und natürlich darf man es sich nicht verbieten Süßes zu essen, denn dann hat man erst recht Lust auf Süßigkeiten oder Schokolade. Man kann sein Unterbewusstsein bisschen austricksen in dem man sagt: Ich kann essen, was ich will. Und sich dann einfach fragt: Worauf habe ich jetzt Lust? Oder will ich das wirklich essen? Für mich sind Ausnahmen vollkommen ok. Ich will es nicht als Zwang sehen. Ich tue es, weil ich es will.

Vielen Dank liebe Tatjaná, dass Du meine Fragen so offen beantwortet hast!

Und falls Du, liebe Leserin noch mehr Interviews lesen möchtest, hier findest Du die anderen: #zuckerfreieGesichter!

Angelika

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