Zuckersucht & Rückfälle: was ich gelernt habe

Diese Woche war es bei mir privat ziemlich turbulent. Und an einem Mittag, da lief ich durch die Stadt. Ich hatte Hunger und Kopfschmerzen und bin durch die Gegend gerannt auf der Suche nach was Gutem zu essen.

Und ich gebe es zu: früher wär ich einfach in ein Café gegangen. Ich hätte die Tagessuppe gegessen und danach ein fettes Stück Kuchen. Das hätte ich mir dann gegönnt.

Aber jetzt lebe ich zuckerfrei. Schon seit Ostern. Kuchen essen ist einfach keine Option mehr. Und ich weiß auch ganz genau: mir Kuchen zu gönnen macht alles nur noch schlimmer. Meine Laune wäre vielleicht kurz gestiegen (das nennt man auch sugar high). Aber insgesamt wäre meine Laune schlechter geworden. Ich hätte noch mehr Kopfschmerzen bekommen. Ich hätte später noch mehr Kuchen essen wollen, wenn der Blutzucker wieder in die Tiefe rauscht.

Und das Ursprungsproblem wäre davon auch nicht besser geworden. Ich kann meine Sorgen nicht wegessen.

Das habe ich während all der Zuckersuchtrückfälle, die ich in den letzten Jahren hatte, gelernt: mir tut Zucker einfach nicht gut.

Und ich spreche nicht von meinem Gewicht. Oder von meiner Haut.

Es geht mir darum, wie ich leben möchte! Ruhig, ausgeglichen, voller Kraft und Energie, um die Unwägsamkeiten des Alltags gut bewältigen zu können. Das kann ich am besten, wenn ich zuckerfrei lebe.

Über all das hab ich nachgedacht, während ich mittags durch die Straßen geirrt bin. Ich habe mich daran erinnert, wie ich mit einem Stück Torte wieder in den Zuckerstrudel gerate. Wie aus einer Stück Torte zwei werden. Und am nächsten Tag wieder eins und dazu noch Schokolade. All das schön begleitet von schlechter Laune und Kopfschmerzen.

Und dann bin ich zum Italiener gegangen und habe eine fette Lasagne gegessen. Ich will nicht wissen, wieviel Fett oder Eiweiß oder Nährwert drin war. In der Tomatensauce war wahrscheinlich sogar etwas Zucker drin.

Aber diese Lasagne war tausendmal besser als jede Schokotorte.

Nicht nur weil sie lecker war. Und ich hinterher satt und zufrieden. Sondern vor allem weil sie mir gezeigt hat: ICH ENTSCHEIDE WAS ICH ESSE. Nicht meine Laune, nicht meine Kopfschmerzen, nicht meine Probleme und nicht die Mittagskarte. ICH BIN SO FREI ZU ENTSCHEIDEN WAS ICH ESSE.

Und das ist ein tolles Gefühl. Das ist ein unglaublich freies Gefühl. Diese Unabhängigkeit, entscheiden zu können, die genieße ich sehr.

Und falls Du gerade überlegst, ob Du auf Zucker verzichten möchtest. Falls Du Dich gerade fragst, ob sich das überhaupt lohnt. Dieser ganze Aufwand mit der Ernährungsumstellung. Ich kann Dir sagen: JA, es lohnt sich! Es ist wunderbar befreiend, zuckerfrei zu leben.

Probier es einfach mal aus. Halte ein paar Wochen durch. Zurück zum Zucker kannst Du immer. Aber einmal diese Freiheit schmecken…

Und wenn Du nicht weißt, wo Du anfangen sollst, dann lies meine Tips , wie Du auf Zucker verzichten kannst!

Angelika

 

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