Auf Zucker verzichten: 3 Tips für den Start in Dein zuckerfreies Leben

Es gibt Menschen, die können von heute auf morgen auf Zucker verzichten. Ich bin definitiv NICHT so ein Mensch.

Das hängt sicherlich auch davon ab, wie stark die Zuckersucht ist. Als ich bei meinem ersten Zuckerentzug auch nur daran gedacht habe, dass ich ab morgen auf meine Schokolade verzichten soll, habe ich Panik bekommen. Ich habe mich echt gefragt, wass ich denn dann essen kann?

Natürlich wusste ich, dass ich nicht verhungern würde. Aber so ein kalter, plätzlicher Zuckerentzug, das war nix für mich. Von jetzt auf gleich auf Zucker verzichten, das ist echt schwer.

Also habe ich mich langsam herangetastet. Mit dem Buch „Süchtig nach Süßem“ von Inke Jochims* zuckerfrei geworden. Das ist ein 10-Wochen-Programm, bei dem nach und nach der Blutzucker immer mehr stabilisiert wird. Und es hat geklappt! Ich hatte in paar Rückfälle, aber nun bin ich seit Ostern 2017 zuckerfrei.

Falls Du also auch nach und nach auf Zucker verzichten möchtest dann habe ich ein paar Tips für Dich. Wenn Du ausprobierst wirst Du Dir ganz einfach nach und nach den Zucker abgewöhnen.

auf Zucker verzichten: meine 3 Tips

auf Zucker verzichten: 3 Tips zum Zucker abgewöhnen

1. Lies die Lebensmitteletiketten.

Informiere Dich, was alles als Zucker in den Produkten versteckt ist. Hier findest Du eine Liste, denn Zucker hat viele Namen! Wenn in der Zutatenliste einer dieser Namen auftaucht, dann hat der Hersteller extra was zum Süßen hinzugefügt.

Am Anfang kann es etwas kniffelig sein, den zugesetzten Zucker zu entdecken. Aber eigentlich ist es ganz einfach. Falls Du mehr darüber wissen möchtest, hier findest Du drei Beispiele, wie man Lebensmitteletiketten liest. Wenn Du das gesehen hast, dann bist Du fit für den nächsten Supermarktbesuch!

Und am besten wäre es natürlich, wenn Du ab sofort nur noch zuckerfreie Lebensmittel kaufst. Du kannst ja noch alles aufbrauchen, was Du zuhause hast. Lebensmittel wegschmießen ist schließlich auch nicht gut. Aber versuch doch mal, dass alles, was NEU in Deine Küche kommt, zuckerfrei ist.

Wenn Du es schaffst, nur noch Lebensmittel ohne Zucker zu kaufen, dann wirst Du Deinen Zuckerkonsum schon ganz schön heruntergeschraubt! Und es ist gar nicht so einfach, sich dann im Supermarkt zurechtzufinden. Vielleicht hilft Dir dann ja meine Lebensmittel ohne Zucker-Liste.  Da stehen schon etliche Sachen drauf und ich ergänze sie immer wieder um Produkte ohne Zucker.

 

2. Stelle eine Mahlzeit nach der anderen auf zuckerfrei um.

Eine Ernährungsumstellung ist meistens mit vielen neuen Rezepten und Gerichten verbunden. Das ist gar nicht so einfach, aber nicht unmöglich. Ich finde, es hilft, wenn Du nach und nach eine Mahlzeit nach der anderen umstellst.

Am einfachsten ist es, mit dem Frühstück zu beginnen. Dann hast Du schonmal einen gesunden Start in den Tag und landest nicht gleich in der Blutzuckerachterbahn.

Du könntest Dir z.B. Dein Müsli selber mischen. Wenn Du noch voll an das süße Essen gewöhnt bist, wird das am Anfang vielleicht etwas fad schmecken. Deshalb empfehle ich Dir, es zu würzen, z.B. mit Zimt, und auch ein wenig zuckerarmes Obst hinzuzufügen. Finde etwas, was Dich richtig satt und zufrieden macht. Ich esse morgens übrigens am liebsten Porridge!

 

3. Trinke nur noch ungesüßt

Ich gebe zu: Apfelsaftschorle, Cola oder andere Softdrinks trinken war noch nie mein Ding. Ich habe schon immer am liebsten Wasser getrunken.

Aber meinen Kaffee oder Tee habe ich lange Zeit mit mindestens 2 Teelöffeln Zucker gesüßt. Diesen zusätzlichen Zucker habe ich mir auch nach und nach abgewöhnt. Und genauso geht das natürlich auch mit Cola etc. Die kannst Du ja auch immer weiter mit Mineralwasser verdünnen, bis Du irgendwann ganz auf die Cola verzichtest. Genauso ist es auch bei Apfelsaftschorle.

Wenn Dir Wasser pur zu fad ist, dann kannst Du Dir natürlich Kräuter- oder Früchtetee kochen. Oder Du suchst nach „infused water“: das ist Wasser, wo man Sachen reingeschmeißt, z.B. Orange oder Vanille. Das Wasser riecht und schmeckt dann lecker!

 

Du siehst: mit meinen 3 Tips ist auf Zucker verzichten gar nicht so bedrohlich. Du kannst Dir nach und nach Zucker abgewöhnen. Denn wenn Du diese 3 Tips umsetzt, dann wirst Du ganz von alleine Deinen Zuckerkonsum reduzieren. Und so hast Du auch Zeit, Dich weiter mit Deiner zuckerfreien Ernährung auseinanderzusetzen, zuckerfreie Rezepte und Gleichgesinnte zu finden!

Wie gesagt, ich bin inzwischen seit Ostern 2017 zuckerfrei und es fühlt sich so gut an. Ich konnte mir am Anfang auch nicht vorstellen, dass das überhaupt geht, aber leben ohne Zucker klappt prima! Und davon profitiert nicht nur mein Körper, sondern vor allem auch meine Laune. Wenn der Zuckerentzug erstmal durch ist und de Blutzucker stabil, dann bessert sich nämlich auch die Stimmung!

Insofern, probier einfach mal meine 3 Tips aus und fang an, auf Zucker zu verzichten.

Angelika

 

 

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Möchtest Du komplett zuckerfrei werden?

Dann melde Dich zu meinem wöchentlichen Newsletter an:

Ich schicke Dir Tipps, Infos und Angebote rund um die zuckerfreie Ernährung!


Datenschutzerklärung

Ich nutze Deine eMail-Adresse respektvoll. Du kannst Dich jederzeit wieder abmelden. Powered by ConvertKit

14 thoughts

  1. danke für Deine Tipps und Listen! Ich achte sehr darauf, dass so wenig Zucker wie möglich den Nahrungsmitteln beigegeben ist, es ist nicht einfach, zuckerfreies zu finden. Mein Müsli stelle ich auch selbst zusammen 😀

    1. das freut mich sehr, dass Dir meine Tipps und Listen helfen!
      Und es ist bei den meisten Sachen tatsächlich am besten, sie selber zusammenzustellen. Meistens ist es sogar günstiger, weil z.B. Haferflocken pur ja gar nicht so viel kosten.
      Angelika

      1. Hallo Angelika! Auch ich freue mich Deine Tipps und Erfahrungen lesen und nacheifern zu können. Mit Ernährung beschäftige ich mich immer wieder und dann kommt das alte, bequeme Muster wieder auf den Tisch. Die Folge, Divertikulitis! Ganz zu schweigen von Trägheit, Bauchfett und Müdigkeit. Auch wenn ich durch zwei Hunde viel Bewegung habe, fehlt der richtige Ansatz gesund und fit zu sein. Ich denke ein zuckerfreies Leben ist der beste Schritt in die richtige Richtung. Herzliche Grüße Sylke

        1. Liebe Sylke,
          ja, probier das mal mit der zuckerfreien Ernährung! Es kann ein bißchen dauern bis sich Trägheit etc. ändern. Aber es lohnt sich!
          Angelika

    1. Hallo Karin,
      ich habe andere Süßungsmittel probiert, aber die lösen bei mir auch Süßhunger aus. Außerdem ist das auch ein wenig Selbstbetrug, weil man eben nicht vom Süßgeschmack wegkommt!
      Und es ist meist auch viel teurer! Insofern empfehle ich am Anfang auch auf Zuckeralternativen zu verzichten, damit man den Geschmack umstellt. Und dann kann man später immer noch ausprobieren, ob man das Süßungsmittel ansonsten verträgt.
      Angelika

  2. Hallo Angelika, erst seit heute dabei und trotzdem schon was gelernt … Danke.. Ich bekam vor 14 Tagen die Diagnose: Fructose und Sorbit Intoleranz.. fällt mir z. Z. gar nicht schwer auf Zucker zu verzichten… Studiere im Moment die Ettiketten
    Danke für die Tipps.. Schwerer wirds jedoch in der Bäckerei / Metzgerei da in Brötchen und Wurst auch oft Zucker enthalten ist was mir schwer zu schaffen macht und nur abgepackt kaufen?

  3. Halle Angelika!
    Ich finde es super, was du geleistet hast. Und ich wünsche mir wirklich sehr, dass ich es so weit bringe, wie du. Ich bin erst 16 Jahre alt und esse schon etwa 3 bis 4 Tafeln Schokolade am Tag… Und es wird immer schlimmer! Selbst, wenn mir schon schlecht wird, esse ich weiter. Ich schäme mich total dafür… Mein Körper tut mir leid und ich will das ja gar nicht! Ich merke wirklich stark, wie müde und schlapp ich bin. Mir ist außerdem ständig schlecht und ich habe Bauchschmerzen… In meiner Familie ist Diabetes stark ausgeprägt, wodurch ich wirklich unfassbar Angst habe, mich krank zu fressen.
    Danke, dass du so einen tollen Blog eröffnet hast und Leuten wie mir Kraft gibst💕

  4. Sugar Daddy? No thanks!
    Selbstverständlich weiss ich, was der Begriff Sugar Daddy bedeutet. Vor allem jetzt, seit ich die sechzig Jahre Lebenszeit überschritten habe. Dennoch bin ich kein Daddy, aber stark zuckersüchtig. Niemals hätte ich mir träumen lassen, dass mich gerade dieses weisse Pulver so sehr am Schlafittchen packen würde. Echt stark wurde der Süssigkeitenwahn, als ich vor sechzehn Jahren endlich mit dem Rauchen aufgehört und mit Gewichtzunehmen begonnen habe. Ein schlechter Tausch? Ja, beide. Das Drama begann, als ich Texte für einen meiner Kunden – eine Bäckereien-Kette – schreiben sollte. Ausgerechnet die Produkte für den Onlineshop habe ich vorgesetzt bekommen. Zudem stand genau gegenüber meiner Firma eine Filiale. Der Rest erklärt sich von selbst. Jedes von mir getextete Produkt habe ich sofort und vor dem Schreiben ausprobiert. Ich muss mich schliesslich direkt und vor Ort informieren, worüber ich schreiben soll. Die Texte sind leichtfüssig, meinte der Kunde. Und ich bin schwergewichtig, sage ich.
    Nun ist der Zeitpunkt gekommen, an dem meinem Körper das weisse Zeug entziehen und die Lebensmittelindustrie austricksen will.
    Das ist doch zu schaffen, Angelika? Ich denke schon. Ich habe Deine Texte mit Genuss – nein, weder sweet noch sour – gelesen und freue mich auf meinen eigenen Erfolgsplan.
    No Sugar. No Daddy.

    1. Liebe Christian,
      danke für Deine Kommentar. Du wirst das sicher schaffen! Es kann etwas dauern. Wenn man sich jahrzehntelang an den Zucker gewöhnt hat, dann darf es auch ruhig ein paar Monate dauern, bis man zuckerfrei ist!
      Angelika

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.