Kekse ohne Zucker: 2 Grundrezepte nur mit frischem Obst gesüßt

Der schwierigste Bereich in meinem zuckerfreien Leben ist Backen. Alles andere klappt gut mit zuckerfreiem Porridge, vielen Gemüserezepten und herzhaft backen ist z.B. mit zuckerfreiem Blätterteig auch kein Problem. Aber süß backen ohne Zucker, da wird’s schwierig. Fast alle Rezepte für Plätzchen und Kekse ohne Zucker sind in irgendeiner Form gesüßt.

Ich verzichte aber komplett auf jeden Zuckerzusatz und -ersatz. Also habe ich angefangen zu suchen und in der Küche zu experimentieren. Und ich habe zwei zuckerfreie Keksrezepte gefunden, die außerdem auch noch sehr wandlungsfähig sind! Mir schmecken sie gut und sogar meine Kinder essen sie. Probier sie doch auch mal aus!

 

Erdnussbutterkekse

Ich weiß, das klingt jetzt sehr ungewöhnlich. Ich war mir auch unsicher, bevor ich sie das erste Mal gebacken habe. Aber ich war echt positiv überrascht! Mir schmecken sie sehr gut. Und sie sehen auch sehr schön aus.

Kekse ohne Zucker

Zutaten:
  • 250g Erdnussmus (1 Glas) – natürlich zuckerfrei!
  • 1 Ei

Ja, das war’s schon – für diese Kekse ohne Zucker brauchst Du in der Basisversion nur 2 Zutaten! Gefunden habe ich es übrigens bei I Quit Sugar.

Zubereitung Grundrezept Erdnusskekse ohne Zucker:
Erdnusskekse ohne Zucker - zuckerfreies Gebäck aus nur 2 Zutaten
  1. Backofen vorheizen auf 180°C Umluft.
  2. Erdnussbutter und Ei in eine Schüssel geben und gut durchrühren. (Wer einen Thermomix hat: 10sec / Stufe 3)!).
  3. Ein Backblech mit Backpapier auslegen.
  4. Jeweils einen Teelöffel von der Keksmasse abnehmen, mit den Händen rollen und die Kugel auf das vorbereitete Blech legen.
  5. Die Kekskugeln mit einer Kuchengabel sanft drücken so dass sich kleine Scheiben ergeben.
  6. Im vorgeheizten Ofen ca. 10 Minuten backen.
Für dieses Kekse ohne Zucker habe ich noch ein paar Tips, damit sie gut gelingen:
  • Mach die Kugeln nicht zu groß und drück die Kekse nicht zu platt. Sie sind sehr krümelig, deshalb ist es wichtig, dass sie nicht groß und dünn sind, sonst fallen sie sofort auseinander.
  • Weil diese Kekse so leicht auseinanderfallen sind sie auch nicht unbedingt für die Keksdose gedacht. Sondern eher dazu, dass man sie direkt genießt!
  • Mir (und meiner Familie) schmecken diese Kekse komplett ungesüßt. Du kannst aber, falls Du möchtest, durchaus ein wenig von Deinem bevorzugten Zuckerersatz hinzufügen. Am ehesten eignet sich dafür wahrscheinlich Reissirup, weil der auch ein wenig als „Kleber“ dient.

Das tolle an diesem Gebäck ohne Zucker ist auch die Wandlungsfähigkeit. Gebacken schmeckt das Erdnussmus doch erstaunlich neutral. Insofern klappt es echt gut, sie mit Gewürzen etc. zu ergänzen. Hier mal ein paar Beispiele:

  • Gewürze: Zimt oder Kakao
  • Kokosraspeln – nicht zu viele, weil die Kekse sonst auseinanderfallen, aber das schmeckt sehr lecker, diese Kombination!
  • Trockenobst (falls Du das isst): drück die Kugeln mit einem Messer statt mit einer Gabel platt und drück dann in die Mitte z.B. einen Rosine
  • Erdbeeren oder zuckerfreie Erdbeer-Chia-Marmelade – die klassische Kombination von Erdnuss und Erdbeere!
  • Crunchy-Erdnussmus: das werde ich demnächst mal probieren, es gibt ja auch Erdnussmus, das leicht gesalzen und crunchy ist. Das kann ich mir auch sehr gut vorstellen, dass das gut schmeckt!
  • Und hier findest Du diese Kekse als in der weihnachtlichen Version.

Diese Erdnusskekse ohne Zucker ist sicherlich nicht jedermanns Sache, aber ich finde sie super. Sie sind ohne Obst (also fructosefrei), glutenfrei und laktosefrei! Außerdem sind sie schnell gemacht. Ich mag auch die Konsistenz im Mund, ein bißchen wie Mürbeteigplätzchen. Probier sie doch einfach mal aus!

Übrigens: Die Krümel (wenn welche auf dem Keksteller bleiben) schmeiß ich einfach in mein selbstgemischte zuckerfreies Müsli!

Falls Du nicht so auf Erdnüsse steht (oder vegane Kekse backen möchtest), dann ist vielleicht das nächste Rezept für Kekse ohne Zucker was für Dich:

Bananen-Haferflocken-Kekse

Zutaten:
  • 2 reife Bananen
  • 100g kernige Haferflocken (mit Vollkornflocken werden es sogar Vollkornkekse ohne Zucker!)
Zubereitung zuckerfreie Haferflockenkekse
  1. Backofen auf 175° Ober-/Unterhitze vorheizen.
  2. Bananen schälen, etwas zerquetschen und gut mit den Haferflocken durchmatschen. (Im Thermomix mach ich das in 20sec./Stufe 4 links rühren.)
  3. Mit den Händen zu Keksen formen (nicht zu platt drücken — wenn sie etwas dicker sind werden sie schön saftig) und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen.
  4. Im vorgeheizten Ofen ca. 20-25 Minuten die Cookies backen.

Auch diese Kekse ohne Zucker sind superschnell zubereitet! Zumal man ja Bananen und Haferflocken in jedem Supermarkt gut besorgen kann, wir haben sogar meistens beides schon zuhause. Und es ist auch ideal, um alte Bananen, die man so pur nicht mehr essen möchte, noch zu „verbraten“.

Die Bananen-Haferflocken-Kekse kann man auch sehr gut mit anderen Zutaten mischen und so neue Kekskreationen entwickeln. Ich mag sie z.B. gerne mit Kakao oder Zimt, aber ich werde sie auch mal mit Nüssen (z.B. gehobelte Mandelplättchen und noch ein wenig Mandelmus) oder Heidelbeeren probieren. Und wenn Du es gerne schokoladig magst, dann probier mal mein Variante „Triple Choc Cookies“.

Ich mach das übrigens so, wenn ich eins dieser Rezepte backe, dann leg ich ein paar Kekse „pur“ auf Blech und mische dann in den Restteig noch was dazu, z.B. Kokosraspeln. So habe ich zwei Kekssorten mit einmal backen! 4 zuckerfreie Kekse für die Kaffeetafel

Falls Du Dich nicht entscheiden kannst, welche Kekse ohne Zucker Du zuerst ausprobieren möchtest, hier noch ein Tip: die Erdnussbutterkekse sind eher wie zuckerfreies Gebäck. Sie sind etwas „feiner“ als die Bananen-Haferflocken-Kekse – die sind eher mit „robusten“ Cookies ohne Zucker zu vergleichen.

Meiner Familie schmecken übrigens beide Sorten! Manchmal dürfen die Kinder sie sogar zum Frühstück essen, vor allem die Haferflockenkekse ohne Zucker kommen sehr gut an 😉

Angelika

einfache Kekse ohne Zucker - 2 Grundrezepte aus den man viele Geschmacksvarianten zaubern kann

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5 thoughts

  1. Danke für die tolle Idee!!! Probier ich aus! Ich finde Apfelstrudel sehr gut. Der Teig hat ja sowieso keinen Zucker und die Äpfel betreue ich mit etwas Zimt und ev. Nüssen. Wer mag noch Rosinen und das wars. Braucht man keinen Zucker, das ist süß durch die Äpfel. Das andere was ich schonmal mache ist Bananenbrot. Da gibt es sehr gute Rezepte ohne Zucker, Süsse kommt ausreichend von den Bananen.

  2. Ich habe gerade die mit Banane und Zimt gemacht. Aber ich habe halb zart halb kernig genommen. Sehr lecker. Mein Kleinkind mag sie auch. Die sind für mich sogar fast schon zu süß 🙂

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