Zuckerverzicht im Alltag – wie ich es schaffe

Zucker ist echt nervig. Denn Zucker ist immer und überall da. Und das Seltsame ist: meistens ist einem das gar nicht so bewusst. Bis man Zuckerverzicht im Alltag ausprobieren möchte.

Als ich vor 5 Jahren damit anfing, mich mit meiner Zuckersucht auseinanderzusetzen, da hab ich nur auf die Süßigkeiten geguckt. Klar, ich habe bis zu 5 Tafeln Schokolade pro Tag gegessen und es war offensichtlich, dass das zuviel war. Aber es ist mir so schwer gefallen, darauf zu verzichten. Und ich habe mich gefragt, woran das liegt.

Zuckerverzicht im Alltag schaffen

Ich habe online recherchiert und verschiedene Bücher gelesen und nach und nach ist mir klar geworden: es geht nicht nur um dem Zucker in der Schokolade. Sondern auch um den ganzen anderen Zucker in meiner „normalen“ gesunden Ernährung, den ich gar nicht bemerke.

Mein Körper kann nämlich nicht unterscheiden, wo der Zucker herkommt, den ich gerade aufnehme. Für meinen Körper ist Zucker = Zucker. Es ist egal, ob ich gerade Schokolade, Tomatensauce oder Linsensuppe esse. Wenn da Zucker drinsteckt, ist es nunmal Zucker. (Und meinem Körper ist es übrigens auch egal, ob das weißer Zucker, Honig-Zucker oder Dattel-Zucker ist, für meinen Körper gilt immer: Zucker = Zucker.)

Mir ist klar, dass das jetzt sehr vereinfacht geschrieben ist. Wissenschaftler und Korinthenkacker würden jetzt noch zwischen Einfach- und Mehrfachzucker, Fructose und Glukose unterscheiden wollen. Aber damals, vor 5 Jahren, war es mir wichtig, mich und meinen Körper zu verstehen. Und ich verstehe mich am besten, wenn ich es mir einfach mache. Daher: Zucker = Zucker.

Als ich das erkannt habe, war klar: es geht nicht darum „nur“ die Schokolade wegzulassen. Zuckerverzicht im Alltag geht viel weiter. Es geht um jeglichen Zucker, der einem Lebensmittel zugesetzt wird.

Und natürlich esse ich auch mal eine Banane oder zuckerarmes Obst. Aber da ist ja der Zucker schon von Natur aus drin. Da hat kein Lebensmittelchemiker drin rumgepanscht und sich überlegt „oh, wenn ich da noch ein paar Gramm süßes Maltodextrin beimische, dann schmeckt das noch besser und ich kann noch mehr davon verkaufen“.

Für mich bedeutet Zuckerverzicht im Alltag, dass ich auf den freien, zugesetzten Zucker verzichte. Dazu gehört, dass ich beim Einkaufen die Lebensmitteletiketten lese. Wenn da Zucker draufsteht (und Zucker hat viele Namen!), dann kaufe ich es nicht.

Und genau das ist auch das Problem, wenn man mit dem Zuckerverzicht anfangen möchte: es ist so schwer, Lebensmittel zu finden, die KEINEN zugesetzten Zucker haben.

Aber ich kann Dir versichern; es gibt sie, die wirklich Lebensmittel ohe Süße. Und um mir (und anderen) das Leben leichter zu machen, erstelle ich gerade eine Liste mit zuckfreien Lebensmitteln. Damit wir nicht alle wie die Trüffelschweine durch die Supermarktgänge irren müssen. Auf der Liste sind die Lebensmittel, die ich bisher gefunden habe, die zuckerfrei sind. Die ich essen kann, ohne in die Blutzuckerachterbahn zu geraten.

Denn genauso schaffe ich den Zuckerverzicht im Alltag: ich habe meine Ernährung umgestellt. Ich kaufe andere Lebensmittel und esse mehr Gemüse. Ich habe mich damit beschäftigt, was Essen und vor allem süßes Essen für mich auch emotional bedeutet. Ich habe mich mit meiner Zuckersucht auseinandergesetzt.

Es gibt Menschen, die können von heute auf morgen auf Zucker verzichten. Ich konnte das nicht. Bei mir hat das gedauert. So eine Ernährungsumstellung braucht Zeit. Also falls Du gerade am Anfang stehst, wenn Du mal ohne Zucker leben möchtest: lass Dir Zeit. Fange damit an, dass Du eine Mahlzeit auf zuckerfrei umstellt. Ich habe einige zuckerfreie Rezepte hier auf dem Blog. Am einfachsten ist es übrigens, erstmal das beim Frühstück umzustellen. Dann startest Du schonmal zuckerfrei in den Tag! (hier findest Du meine Rezepte für Müsli, Kokosgranola und Porridge).

Und fang an Lebensmitteletiketten zu lesen. Schau Dir meine Liste mit Zuckernamen und versuche, nur noch Lebensmittel zu kaufen, die keinen zugesetzten Zucker enthalten. Und so wirst Du nach und nach immer zuckerfreier werden, denen Blutzuckerhaushalt stabiliseren und in ein paar Wochen wirst Du es schaffen, komplett auf Zucker und all seine Alternativen zu verzichten! Über meine Tips, wie Du auf Zucker verzichten kannst, habe ich hier noch mehr geschrieben.

Falls Du Fragen hast, es gibt tolle zuckerfreie Facebook-Gruppen und Pinterest Boards. Oder schick mir eine eMail und ich versuche, Deine Frage zu beantworten!

Angelika

 

Merken

Merken

6 thoughts

      1. Jaaa, das ist total toll, dass man das so gut merken kann! Man kann sich das vorher nicht so vorstellen, was da passiert. Aber es einfach mal 30 Tage ausprobieren und am Ende überlegen, ob es einem gut tut.
        Angelika

Kommentar verfassen