Zuckerfasten: meine Tipps für eine zuckerfreie Fastenzeit

Im Grunde ist die Fastenzeit die beste Zeit, um auf Zucker zu verzichten. Immerhin konnten sich 2017 fast 60% der Deutschen vorstellen während der Fastenzeit auf Süßigkeiten verzichten. Das Verständnis für Zuckerfasten ist also ziemlich groß.

(Übrigens: die Fastenzeit geht von Aschermittwoch bis Karsamstag, also 14.02.-31.03.2018. Sie dauert 40 Tage.)

Aber Zuckerfasten, wie geht das? Wie ernährt man sich denn zuckerfrei?

Zuckerfasten

Ich bin selber seit Ostern 2017 zuckerfrei. Ich geb Dir hier eine kleine Zuckerfasten Anleitung. Und beantworte vier Fragen, die Du Dir sicherlich stellst:

  1. Was bedeutet eigentlich zuckerfrei?
  2. Was muss ich wissen, um mich zuckerfrei zu ernähren?
  3. Wo finde ich gute zuckerfreie Rezepte?
  4. Mit welchen Problemen kann ich beim Zuckerfasten rechnen?

Legen wir gleich mal los mit der ersten Frage zum Zuckerfasten:

 

Was bedeutet eigentlich zuckerfrei?

Zuckerfrei ist ein recht schwammiger Begriff. Wenn man von laktosefrei, glutenfrei oder vegan spricht, dann ist ziemlich klar, was das bedeutet.

Aber zuckerfrei bedeutet für jeden was Anderes. Es gibt welche, die meinen mit zuckerfrei „industriezuckerfrei“. Andere wiederum essen keinen Industriezucker und auch keinen anderen Zucker (wie z.B. Kokosblütenzucker), aber Honig oder Reissirup finden sie ok. Andere süßen nur noch mit Süßstoffen wie Stevia oder Birkenzucker.

Für mich persönlich bedeutet zuckerfrei, dass ich keinen Zucker, keine Zuckeralternativen und auch keine Süßstoffe zu mir nehme. Wenn ich etwas süßen möchte, dann nur mit frischem Obst.

Viele, die in die zuckerfreie Ernährung starten, wollen erstmal Zucker direkt ersetzen. Aber ich kann Dir nur empfehlen, ihn auch mal komplett wegzulassen. Natürlich kannst Du Vollmilchschokolade durch zuckerfreie Schokolade ersetzen. Oder Haribo mit Stevia kaufen.

Das Problem ist nur: mit diesem Ansatz kommst Du nicht vom Süßgeschmack los. Der Grund, warum ich z.B. Stevia vermeide ist, dass ich dann wieder diese Süße auf der Zunge habe. Und dann doch wieder was „Richtiges“ haben möchte.

Ich glaube, je konsequenter man auf die Süße verzichtet, desto schneller ist man wirklich zuckerfrei. Danach kannst Du ja immer noch ausprobieren, welches Süßungsmittel für Dich ok ist.

Und wenn Du Dir also überlegst, was für Dich zuckerfrei bedeutet, dann denk nicht nur daran, wie Du Zucker ersetzen kannst. Sondern wie Du die ständige Süße wirklich mal komplett weglassen kannst. Überdenke Deine Gewohnheiten. Probier es einfach mal eine Zeitlang aus, die Fastenzeit ist ideal dafür!

 

Was muss ich wissen, um mich zuckerfrei zu ernähren?

Dass in Schokolade und Gummibärchen Zucker steckt ist wohl jedem klar. Und weniger Süßigkeiten zu essen ist schonmal ein guter Plan.

Aber das Erschreckende ist: Zucker steckt auch in vielen herzhaften Produkten. Man vermutet, dass 80% aller Lebensmittel im Supermarkt Zucker enthalten! Selbst in einem „gesunden“ Müsliriegel kann viel Zucker stecken.

Es ist also wichtig, dass Du erkennen kannst, ob in einem Produkt zugesetzter Zucker drin ist oder nicht. Es gibt nämlich sehr viele Namen für Zucker.

Zuckernamen

Daher empfehle ich Dir einen Artikel, in dem ich an drei einfachen Beispielen erkläre, wie man Produkte ohne Zucker findet:

Unbedingt lesen: wie erkennt man Zucker in Lebensmitteln?

So, jetzt, wo Du weißt, wie Du zugesetzten Zucker erkennst, kannst Du zuckerfreie Lebensmittel einkaufen gehen. Und Dir die Produkte kaufen, die Du während der Fastenzeit essen möchtest!

Am Anfang wirst Du im Supermarkt recht lange brauchen. Weil wahrscheinlich sehr viele Sachen, zu denen Du normalerweise greifst, zugesetzten Zucker enthalten. Aber glaub mir: es dauert nicht lange, dann hast Du Deine neuen zuckerfreien Produkte gefunden. Und dann geht das Einkaufen auch wieder schneller.

Und außerdem kannst Du auch auf meiner Liste mit zuckerfreien Lebensmitteln schmökern. Dort sind all die zuckerfreien Produkte, die ich schon gefunden habe. Und es werden ständig mehr!

Übrigens: wenn Du „NUR weniger Süßigkeiten essen“ möchtest, dann fragst Du Dich, warum Du jetzt auch beim Brotaufstrich darauf achten sollst, ob da Zucker drin ist. Der Grund ist: auch der Zucker in herzhaftem Essen sorgt dafür, dass Dein Blutzucker steigt. Und wenn er dann wieder sinkt kommt meistens der Süßhunger. Dann willst Du Süßes essen. Und da zu widerstehen, das erfodert viel Willenskraft. Du kannst es Dir einfacher machen, indem auch Deine Hauptmahlzeiten zuckerfrei sind. Dann brauchst Du weniger Disziplin, weil Dein Körper mitmacht.

Spätestens an diesem Punkt fragst Du Dich wahrscheinlich, aber was kann man denn überhaupt noch essen bei einer zuckerfreien Ernährung? Deshalb beantworte ich die Frage:

Wo finde ich gute zuckerfreie Rezepte?

Das Schwierige an zuckerfreien Rezepte ist, dass ja jeder zuckerfrei anders definiert. Haben wir ja oben schon drüber gesprochen. Deshalb gibt es viele zuckerfreie Rezepte, in denen Trockenobst, Kokosblütenzucker, Birkenzucker, Reissirup, Honig etc steckt.

Und wenn Du Dir überlegt hast, was FÜR DICH ZUCKERFREI BEDEUTET, dann geht die Suche nach den Rezepten los. Deshalb hier ein paar Ideen für Zuckerfasten Rezepte:

Alle zuckerfreien Rezepte auf diesem Blog sind wenn überhaupt nur mit frischem Obst gesüßt. Insofern schau Dich hier einfach mal um. Ein paar meiner beliebtesten Rezepte sind:

Außerdem möchte ich Dir noch 3 Bücher empfehlen, in denen auch viele leckere Rezepte stecken.

 

Buch: Zuckerfrei: Die 40 Tage Challenge

Dieses Buch von Hannah Frey* eignet sich besonders gut für’s Zuckerfasten, denn die Fastenzeit ist ja auch 40 Tage lang! Außerdem gibt es dazu eine Projekt: Zuckerfrei Facebookgruppe, in der man sich austauschen kann. (mit Klick auf das Bild kannst du das zuckerfrei Buch bei Amazon kaufen oder Du gehst zu Deinem Buchhändler:)

Im Buch findest Du sowohl herzhafte als auch süße Rezepte. Als Süßungsmittel werden Trockenfrüchte und frisches Obst verwendet.

 

Buch: Goodbye Zucker

Das ist bisher mein Lieblings-zuckerfrei-Buch*. Ich habe schon sehr viel daraus nachgekocht. Ich finde es gut, dass die Rezepte unkompliziert sind und man nicht besonders viele unterschiedliche Zutaten braucht (mal abgesehen vom Gemüse).

Auch in diesem Buch findest Du herzhafte und süße Rezepte. Als Süßungsmittel wird Stevia und Reissirup verwendet. Oft kann man aber selbst das noch weglassen. So sind z.B. meine Süßkartoffel-Kokos-Pralinen entstanden.

 

Buch: Natürlich süßen mit Früchten und Beeren

Dieses Buch von Sue Quinn* habe ich selber erst vor kurzem bekommen. Es sind einige Basics drin (wie Ketchup, Salatdressing, Marmelade etc.), aber auch zuckerfreie Snacks, Nachtische und Kuchen ohne Zucker.

Als Süßungsmittel werden frische Früchte, Beeren und Trockenobst verwendet.

 

Pinterest: herzhafte und süße Rezepte ohne Zucker

Außer den verschiedenen Büchern gibt es natürlich auch online noch wahnsinnig viele Rezepte. Ich suche und sammel sie sehr gerne bei Pinterest. Schau Dir doch mal meine Boards an, zum Beispiel diese:

Als Süßungsmittel gibt es da alles von Honig über Datteln bis Stevia, insofern such Dir heraus, was zu Dir und Deinem Zuckerfastenplan passt.

 

Mit welchen Problemen kann ich beim Zuckerfasten rechnen?

Puh. Also wenn Du bis hierhin gelesen hast, dann ist Dir inzwischen wohl klar: soooo einfach ist das mit dem Zuckerfasten doch nicht. Das klingt ja insgesamt doch kompliziert und aufwendig. Und ich möchte auch nicht verheimlichen, dass der Einstieg in die zuckerfreie Ernährung hart ist. Selbst, wenn man „nur“ 40 Tage zuckerfrei leben möchte.

Es könnte sogar sein, dass Du am Anfang Entzugserscheinungen hast. Viele haben ein paar Tage Kopfschmerzen und fühlen sich schlapp. Insofern: plane am besten ein, dass Du in den ersten Tagen nur wenige Termine hast.

Aber ich kann Dir sagen: es ist nicht so schlimm wie es klingt. Es wird im Laufe der Zeit immer einfacher. Ich hab mal 5 Tafeln Schokolade pro Tag gegessen und habe es auch geschafft: ich bin komplett zuckerfrei und genieße das sehr! Ich finde es überhaupt nicht mehr anstrengend.

Für die Motivation ist es auch gut, wenn Du noch besser verstehst, wie Zucker wirkt. Es gibt dazu sehr interessante Dokumentationen zum Thema Zucker.

Und überhaupt: Du musst das ja nicht alleine machen. Es gibt tolle Facebookgruppen. Oder Du fragst jemanden aus Deiner Familie oder eine Freundin, ob ihr nicht zusammen Zuckerfasten wollt.

Ich wünsche Dir viel Spaß und Erfolg beim Zuckerfasten! Wenn die erste (Entzugs-)Phase erstmal vorbei ist wirst Du merken wie sehr Dir ein Leben ohn Zucker gut tut!

Und wenn Du nicht weißt, wie Du anfangen sollst mit dem Zuckerfasten und eine zuckerfreien Leben, dann lies meine 3 Tipps zum Durchstarten.

Angelika

 

Zuckerfasten - Anleitung, Tipps und Rezepte für eine Fastenzeit ohne Zucker

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